Tageschirurgie
Ambulantes Operieren
Unter Tageschirurgie oder auch ambulantem Operieren versteht man die Durchführung eines operativen Eingriffs ohne anschließenden mehrtägigen Klinikaufenthalt. Der Patient kommt morgens in die Klinik, wird anschließend operiert und geht noch am selben Tag wieder nach Hause. Die Vorteile liegen hierbei in dem geringeren Eingriff in das Alltagsleben des Patienten, der besseren Kalkulierbarkeit des zeitlichen Ablaufs, dem geringeren Risiko krankenhausbedingter (nosokomialer) Infektionen und der damit verbundenen schnelleren Genesung. Der Patient hat damit automatisch eine größere Einflussmöglichkeit auf seinen Behandlungsverlauf, gleichzeitig aber auch eine größere Verantwortung.
Die CHIRURGISCHE KLINIK DR. RINECKER bietet ein hochmodernes Operationszentrum. Sie ist apparativ hervorragend ausgestattet und verfügt als Akut-/Notfallklinik über die Logistik einer rund um die Uhr funktionierenden Einheit. Dadurch steht die gesamte Einrichtung inklusive der vorhandenen Intensivstation und dem an der Klinik stationiertem Notarztdienst auch den ambulant bei uns operierten Patienten zur Verfügung. Dies bedeutet höchstmögliche Sicherheit für den Patienten während und nach seinem operativen Eingriff. Dadurch können auch eventuell auftretende Komplikationen schnell beherrscht werden. Geplant ist zudem ein Telemonitoring zur häuslichen Überwachung des Patienten nach größeren Eingriffen.
Infrage kommende Operationen
Als chirurgisches Fachzentrum führt die CHIRURGISCHE KLINIK DR. RINECKER aus den Bereichen der Unfallchirurgie/Orthopädie, Abdominalchirurgie und Gefäßchirurgie diejenigen Eingriffe ambulant durch, die keine intensivere Pflege nach der Operation erfordern.
Dazu können unter anderem zählen:
Unfallchirurgie/Orthopädie
- Kniearthroskopien
- Schulterarthroskopien
- Handgelenkarthroskopien
- Meniskusoperationen
- Knochen-Biopsien
- Fremdköperentfernungen
- Exostosen-Abtragungen
- Ganglionentfernungen
- Hammerzehen-Korrekturen
- Fingeramputationen
- Material-Entfernungen
Viszeralchirurgie
- Karpaltunneloperationen
- Dupuytrensche Kontrakturen
- Entfernung von Hautläsionen oder Hauttumoren
- Narbenkorrekturen
- Probebiopsien
- Versorgung von Leisten-, Nabel-, Narben- und Bauchwandbrüchen
- Phimosen-Operationen
- Emmert-Plastiken
- proktologische Eingriffe
- Analfissur, Hämorrhoiden, Marisken, Banding, perianale Thrombosen
- elektive Endoskopie und endoskopische Chirurgie
Gefäßchirurgie
- Varizenoperationen
- Shuntchirurgie
- Port-Anlagen
- PTA
Plastische und Ästhetische Chirurgie
- Lipomentfernungen
- Narbenkorrekturen
Infrage kommende Patienten
Der Patient sollte die entsprechende Einsicht für den geplanten Eingriff und die Nachsorge zeigen, physisch und psychisch stabil sein und nicht an Risikoerkrankungen leiden.
Neben der Bereitschaft des Patienten zur ambulanten Operation ist es wichtig, dass eine verantwortliche Person für den Heimtransport sowie zur häuslichen Überwachung in den ersten 24 Stunden zur Verfügung steht. Die betreuende Person sollte jederzeit telefonisch erreichbar und in der Lage sein, die mitgegebenen Instruktionen zu verstehen und, wenn notwendig, Entscheidungen zum Wohle des Patienten treffen zu können.
Organisation und Ansprechpartner
Die CHIRURGISCHE KLINIK DR. RINECKER bietet eine Spezialsprechstunde für ambulantes Operieren an. Die Anmeldung erfolgt telefonisch über die Nummer +49 (0) 89 72440-219. Ihr Ansprechpartner für ambulantes Operieren ist Oberarzt Dr. Peter Beckenlechner.
In dieser Spezialsprechstunde wird jeder Patient von einem chirurgischen Facharzt und einem Anästhesisten untersucht, informiert und aufgeklärt. Der Arzt prüft in jedem Fall, ob Art und Schwere des geplanten Eingriffs sowie die gesundheitliche und soziale Gesamtsituation des Patienten die ambulante Durchführung der OP erlauben. Alle erforderlichen Untersuchungen werden, wenn möglich, an den Hausarzt weitergegeben und durch ihn vorgenommen. Ansonsten können sie auch in der Klinik durchgeführt werden. Der OP-Termin erfolgt in Absprache mit der Tagesklinik und der Bettendisposition.
Ablauf des tageschirurgischen Eingriffs und Nachkontrolle
Der Patient findet sich am OP-Tag um 7.00 Uhr auf der gekennzeichneten Station ein. Er muss nüchtern sein und die vom Hausarzt erstellten Befunde mitbringen. Auf der Station wird der Patient auf die OP vorbereitet und in den OP-Raum gebracht. Nach der Operation wird der Patient zur Überwachung in sein Zimmer zurückgebracht. Am Nachmittag nimmt der Operateur die Entlassungsvisite vor. Hierbei erhält der Patient einen Brief an den Hausarzt, Verhaltensverordnungen, Medikamente bis zum ersten Sprechstundentermin und die Kontakt-Telefonnummer bei etwaigen Problemen. Sprechen medizinische Gründe gegen eine Entlassung des Patienten oder wünscht dieser eine weitere stationäre Behandlung, kann der Patient auch stationär aufgenommen werden. Ansonsten wird mit dem Patienten für den Folgetag oder später ein Wiedervorstellungstermin in unserer Sprechstunde vereinbart.




