CKR arbeitet mit neuer Methode
Radiofrequenz-Kyphoplastie richtet gebrochene Wirbelkörper wieder auf
Unter Osteoporose leiden weltweit etwa 200 Millionen Menschen. In Deutschland betrifft die Erkrankung etwa 25 Prozent der Altersgruppe über 50 Jahre, darunter überwiegend Frauen – Tendenz steigend. Knochenschwund gehört somit zu den Volkskrankheiten.
Schmerzhafte Wirbelkörperbrüche, ob als Folge von Osteoporose oder anderen Ereignissen, lassen sich mithilfe eines neuen Verfahrens jetzt noch sicherer, knochenschonend und substanzerhaltend wieder aufrichten. Die Unfallchirurgische Abteilung der CHIRURGISCHEN KLINIK DR. RINECKER arbeitet bereits mit dieser sogenannten Radiofrequenz-Kyphoplastie und erzielt gute Erfolge.
Bei der neuen Methode geben Mediziner einen speziell entwickelten gummiartigen Knochenzement in den porösen Wirbel. Im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden umschließt die zähe Masse die feinen Wirbelstrukturen, ohne diese dabei zu zerstören. Anschließend härtet die aktivierte Substanz an Ort und Stelle aus. "Dank der Zugabe von Radiofrequenzenergie erreicht der ohnehin zähe Zement seine sehr hohe Viskosität. So lässt sich das Risiko von Zementaustritten in die abfließenden Venen, in Richtung Bandscheiben oder in Richtung Rückenmarkskanal minimieren und der Wirbel kann ohne zusätzliche Maßnahmen stabilisiert und gegebenenfalls aufgerichtet werden", erläutert Dr. med. Thomas Löffler, Chefarzt der Unfallchirurgischen Abteilung in der Rinecker Klinik in München. Vorteile für die Patienten liegen in der Regel neben der hohen Sicherheit in einer kurzen Operationsdauer und einer schnellen Rehabilitationszeit.
Gummiartiger Zement bringt Lebensqualität zurück
Die neue Methode benötigt nur eine kurze, schonende Narkose und dauert nur etwa eine halbe Stunde pro Wirbel. Hiervon profitieren besonders ältere Patienten. Über nur einen einzigen kleinen Zugang führt der Mediziner eine schmale Kanüle unter Sichtkontrolle in den behandlungsbedürftigen Wirbelkörper ein. Mit einem feinen Instrument, an dessen Ende sich eine bewegliche Spitze befindet, legt der Arzt gezielt kleine Gänge im porösen Knochen an. Bevor aber der Zement in die betroffene Stelle gelangt, kommt die Radiofrequenzenergie hinzu.
"In diesem Moment verändert der Zement seine Eigenschaft und wird zäh wie Harz", erklärt der Chefarzt. Der gummiartige Knochenzement gelangt kontrolliert und sicher in den vorbereiteten Hohlraum. Von hier aus bahnt sich die Masse ihren Weg durch die feinen Gänge des Knocheninneren und richtet den Wirbel wieder auf, ohne die vorhandenen Strukturen zu zerstören. Anschließend härtet der Zement aus und dient als aktive Stabilisierung des gebrochenen Wirbelkörpers.
Zurück bleibt ein kleiner Schnitt, der nicht oder nur mit einem Stich genäht werden muss. "Gewöhnlich kommt es innerhalb kurzer Zeit zu einer Schmerzlinderung und einer damit verbundenen dauerhaften Steigerung der Lebensqualität", weiß Dr. Löffler. Die Patienten sind nach dem Eingriff schneller wieder mobil als bisher und deshalb meist auch kürzer im Krankenhaus.
Wichtige Informationen:
News
Hygieneanordnungen ungerechtfertigt - Urteile zugunsten der CKR gegen Gesundheitsamt rechtskräftig




