CHIRURGISCHE KLINIK DR. RINECKER
PROHEALTH AG RINECKERGÄSTEHAUS AM RPTC RINECKERPROHEALTH COMPLETE CARE SERVICE RINECKERRINECKER PROTON THERAPY CENTER
> Home > Infobereich > Informationen für Patienten > Weiterführende Informationen > Gefäße

Gefäßerkrankungen – der Mensch ist so alt wie seine Gefäße

Mehr als 150.000 Kilometer an Blutgefäßen durchziehen unseren Körper und versorgen ihn mit Sauerstoff und Nährstoffen. Dabei transportieren Venen das Blut zum Herzen hin und Arterien wieder davon weg. Erkrankungen an unserem  Straßen- bzw. Gefäßsystem werden im Volksmund als Durchblutungsstörungen zusammengefasst. Im medizinischen Bereich werden Gefäßerkrankungen in Erkrankungen der Venen, Arterien und der Lymphsysteme unterschieden. Abnutzungsprozesse und „Verkalkung“ (Arteriosklerose) führen zu vielfältigen krankhaften Veränderungen an den Gefäßen. Die häufigste Todesursache in Deutschland sind Herz- und Gefäßerkrankungen. Jedes Jahr sterben nach Angaben der Deutschen Liga zur Bekämpfung von Gefäßerkrankungen e.V. mehr als 300.000 Menschen an Herzinfarkt und Schlaganfall. Dabei sind fast alle solche Ereignisse vermeidbar. Nicht nur eine gesunde Lebensführung, sondern auch die Einnahme von Medikamenten als sinnvolle Vorbeugungsmaßnahme kann die vorzeitige Alterung der Gefäße aufhalten, ja manchmal sogar positiv beeinflussen.
 

Die häufigsten Erkrankungen der Gefäße


Fast 95 % der arteriellen Erkrankungen entstehen durch Arteriosklerose. Sie tritt auf, wenn sich Blutfette, kleine Blutgerinnsel und Kalk an den Gefäßwänden ablagern. Die Arteriosklerose kann in allen Arterien des Körpers auftreten und zu Verstopfungen der Gefäße führen, welche zum Beispiel Herzinfarkt und Schlaganfall verursachen. Arterienverkalkung wird durch Übergewicht, einen hohen Cholesterinspiegel, Bluthochdruck, Rauchen und Diabetes mellitus begünstigt. Sind die Herzkranzgefäße verengt, treten Durchblutungsstörungen des Herzmuskels auf. Der dadurch entstehende Sauerstoffmangel führt zur Zellschädigung am Herzen. Betroffene haben typische Schmerzen in der Brust, Schweißausbrüche und Todesangst. Hierbei handelt es sich um die Koronare Herzkrankheit (KHK). Hingegen kommt es bei einem Schlaganfall zu einer plötzlichen starken Verengung oder gar zu einem Verschluss eines Gefäßes im Gehirn durch ein Blutgerinnsel. Eine weitere häufige Gefäßkrankheit ist die arterielle Verschlusskrankheit. Darunter versteht man die Störung der arteriellen Durchblutung der Extremitäten. Sie verursacht Schmerzen und schlecht durchblutete Beine und Füße. Im Bereich der Venenerkrankungen zählen Krampfadern (Varikose) und der Verschluss eines Gefäßes (Venenthrombose) zu den häufigsten Erkrankungen. Bei einem Krampfaderleiden schließen die Gefäßklappen nicht mehr richtig, sodass sich ein Rückstau von Blut bildet. Dies führt zu den typischen Erweiterungen der Venen.
 

Therapie bei Gefäßerkrankungen


Die Wahl der Therapie hängt von Art und Ausmaß der Gefäßerkrankung ab. Das Ziel der chirurgischen Behandlung ist, eine Verengung oder den Verschluss eines Gefäßes, ebenso wie dessen krankhafte Erweiterung oder Aussackung zu beseitigen. Dabei geht es vor allem um die Verhinderung eines Schlaganfalls, von Durchblutungsstörungen im Gehirn, Verengungen von Hauptschlagadern oder Verschlüssen von großen Arterien im Bauch oder Becken. Auch bei Krampfadern und Venenthrombosen kann die operative Therapie angezeigt sein. Technisch anspruchsvolle Untersuchungsverfahren, die den Patienten jedoch nicht belasten, ermöglichen eine exakte Diagnosestellung und Therapieplanung. Generell setzen Gefäßchirurgen in der modernen Behandlung von Gefäßerkrankungen röntgengestützte Kathetertechniken oder operative Methoden ein. Dabei wird für den Patienten das jeweils schonendste Therapieverfahren gewählt.


News

Hygieneanordnungen ungerechtfertigt - Urteile zugunsten der CKR gegen Gesundheitsamt rechtskräftig