Wenn die Knie Probleme machen – die Behandlung von Gelenkbeschwerden
Knieprobleme sind fast ebenso weit verbreitet wie Kreuzschmerzen. Sogar Jugendliche bleiben davon nicht verschont.
Ohne Kniegelenke könnten wir nicht gehen, uns nicht setzen oder Sport treiben. Ein ausgeklügeltes System an Knochen, Knorpeln, Sehnen, Bändern und Menisken sorgt für Stabilität und Beweglichkeit. Das Knie ist das größte Gelenk unseres Körpers und wird im täglichen Leben ständig strapaziert. Belastungen, denen sich ein normaler, durchschnittlicher Mensch täglich aussetzt, wirken sich nicht negativ auf die Gelenke aus.
Fehlstellung des Knies und Arthrose
Schon geringe Fehlstellungen – angeboren oder nach Verletzungen – können zu vorzeitigen Abnutzungserscheinungen führen. Stimmt plötzlich die Achse im Knie nicht mehr, wird ein Gelenk asymmetrisch abgenutzt. Es kommt zu Überlastungen und damit beginnen die Probleme. Fehlstellungen können bereits bei jüngeren Menschen zu einer frühzeitigen Arthrose führen, die nicht mehr rückgängig zu machen ist. Die Lösung dieses Problems stellt eine frühzeitige Umstellung des Knochens dar, sodass die Kniegelenksachse wieder im Lot ist.
Überbeanspruchter oder gerissener Meniskus
Die Druckverteilung im Knie übernehmen die Menisken, zwei Faserknorpel, die sich an der Innen- und Außenfläche des Kniegelenkes befinden. Beinahe jeder Zehnte erleidet im Laufe seines Lebens einen Meniskusschaden. Ein Unfall beim Skifahren oder Ballsport, ein Sturz mit Verdrehung des Kniegelenks und schon ist es passiert: Der Meniskus bekommt einen Riss. Wo lange Zeit nur eine radikale Operation half, gibt es heute schonende Alternativen. Über einen kleinen Hautschnitt wird ein Endoskop in das Kniegelenk eingeführt und die Verletzung kann genau betrachtet werden. Mithilfe kleinster Spezialinstrumente ist es möglich, Meniskusanteile zu entfernen oder zu refixieren. Ziel ist die Erhaltung des unverletzten Meniskusgewebes.
Hightech fürs Knie
Sind irgendwann alle therapeutischen Register gezogen, kann in letzter Instanz nur noch ein künstliches Gelenk Schmerzfreiheit bringen. Präzise und minimalinvasive, schonende Operationsverfahren ermöglichen den raschen, vollen Wiedereinsatz des neuen Gelenks. Durch den Einsatz der Computernavigation ist ein optimaler Sitz der Prothese gewährleistet. „Der Einsatz eines künstlichen Kniegelenks bedeutet heute keinesfalls mehr eine mehrmonatige Arbeitsunfähigkeit“, betont Dr. Gruner. „Die Patienten belasten das neue Kniegelenk nach der Operation aufsteigend und können meist vier bis sechs Wochen nach der Operation wieder ohne Gehstützen laufen“ – Hoffnung auf ein bewegtes Leben für die Patienten aller Altersklassen.
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