CHIRURGISCHE KLINIK DR. RINECKER
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Hyperhidrosis

Mithilfe des Schwitzens ist es dem Körper begrenzt möglich, seine Temperatur zu regulieren. Es ist somit eine natürliche Körperfunktion. Diese wird vom sympathischen Nervensystem gesteuert. Bei etwa 1 % der Bevölkerung ist die Schweißsekretion aufgrund einer Überaktivität dieses Systems vermehrt. Betroffene leiden oftmals mit Beginn der Pubertät unter dieser Störung. Es kommt zu übermäßigem Schwitzen ohne ersichtlichen Grund. Dies bezeichnet man als Hyperhidrosis.

Auslösende Faktoren können neben erhöhter Außentemperatur vor allem Stress, Nervosität und geringfügige körperliche Anstrengungen sein (primäre Form) oder bestimmte hormonelle Erkrankungen, Fettleibigkeit oder zum Teil psychiatrische Störungen sind als ursächlich zu nennen (sekundäre Formen).

Es werden verschiedene Lokalisationen unterschieden, u.a.:

  • palmare Hyperhidrosis (Handschweiß)
  • axilläre Hyperhidrosis (Achselschweiß)
  • plantare Hyperhidrosis (Fußschweiß)
  • faziale Hyperhidrosis (Gesichtsschweiß)

Therapie

Bei der sekundären Hyperhidrosis sollte in erster Linie die Grunderkrankung behandelt werden. So sind zum Beispiel bei dem Vorliegen einer Schilddrüsenüberfunktion als Ursache der Hyperhidrosis eine eingehende Diagnostik und dementsprechende Behandlung angezeigt.

Bei Patienten mit primärer Hyperhidrosis gibt es die Möglichkeit der konservativen sowie der operativen Therapie. In der Thoraxchirurgischen Abteilung der CHIRURGISCHEN KLINIK DR. RINECKER werden die verschiedenen Behandlungsformen angeboten, dabei auf die zuvor erfolgte Diagnostik und eingehende Beratung des Patienten abgestimmt.

Speziell bei der lokalisierten palmaren Hyperhidrosis gibt es mit der thorakoskopischen Sympathektomie eine chirurgische Behandlungsmethode mit exzellenten Erfolgsaussichten (über 96 % „trockene Hände“) und sehr niedrigen Komplikationsraten. Unter der thorakoskopischen Sympathektomie versteht man die bei Allgemeinnarkose durchgeführte Durchtrennung bestimmter Äste des sympathischen Nervensystems. Hierzu werden im Rahmen eines minimalinvasiven Eingriffs (ähnlich den Operationstechniken zur Gallenblasen- oder Meniskusentfernung) mit sehr kleinen Hautöffnungen eine Optik und sehr präzise Arbeitsinstrumente in den Brustraum des Patienten eingeführt und die betreffenden Nervenäste ausgeschaltet. Somit stellt diese Therapieform die Methode der 1. Wahl bei mittelschwerer bis schwerer palmarer Hyperhidrosis, die auf konservative Therapiemethoden nicht anspricht, dar.

Über die Besonderheiten dieser speziellen und komplikationsarmen Operationsmethode wie auch über alternative Behandlungsformen beraten wir Sie in einem persönlichen Gespräch sehr gern.


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